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| ANDRÁS KRISCH - DIE VERTREIBUNG DER DEUTSCHEN AUS ÖDENBURG 1946 |
Das Buch von András Krisch beschreibt anhand von Archivquellen, der Fachliteratur und Erinnerungen der Zeitzeugen die Vertreibung der Deutschen aus Ödenburg 1946, und den Weg, der zur Vertreibung führte. Nach dem zweiten Weltkrieg erklärte die „Aussiedlungsverordnung“ der ungarischen Regierung die Kollektivschuld der gesamten deutschen Bevölkerung in Ungarn. In Ödenburg begann daraufhin seitens der weltlichen und kirchlichen Elite eine Aktion, zumindest einen Teil der in der Stadt lebenden Deutschen von der Vertreibung zu befreien. Die Situation des Deutschtums in Ödenburg war nämlich wegen der Volksabstimmung im Jahre 1921 spezifisch, da ohne ihre Stimmen die Stadt Ödenburg und ihre Umgebung nicht bei Ungarn geblieben wäre. Jetzt erwarteten sie für ihre damalige „Treue“ eine Gegenleistung. Wieso gelang es nicht, die Ödenburger Deutschen von der Vertreibung zu retten? Auch auf diese Frage gibt die vorliegende Monographie eine Antwort. Im dramatischesten Teil zeigt der Autor die Stimmung an den Ödenburger Bahnhöfen, die Heimatliebe, die seit Jahrhunderten die Deutschen in Ödenburg auszeichnete. „Einige Männer zeigten uns ihre verhornten Handflächen und die in den beiden Weltkriegen zugefügten Narben, sie zeigten uns ihre verletzten Hände und Füße, die sie bei der Verteidigung der Heimat erlitten haben. Was wird das Schicksal unserer schönen Kirche, die noch von unseren Vätern erbaut worden war, fragten Hunderte von Menschen. Denken Sie an uns, beten Sie für uns, vergessen Sie uns nicht.“ – können wir in den Aufzeichnungen des evangelischen Dekans, Ludwig Ziermann lesen, der am Ödenburger Bahnhof die Vertriebenen verabschiedete.Infolge der Vertreibung traten in der zertrümmerten Stadt, die die Folgen des Krieges noch nicht überwunden hatte, Versorgungsnöte auf, der Wiederaufbau ist ins Stocken geraten. Die langfristigen Auswirkungen sind in gewisser Weise bis heute zu spüren. Die CD-Beilage beinhaltet die Liste der aus Ödenburg vertriebenen Deutschen, die nicht in ihrer Heimatstadt Leben durften. |
Preis: 2,000 HUF


